Hier finden Sie Informationen über meine Heimat : die 

Edelstein- und Schmuckstadt Idar-Oberstein und Umgebung

... und welche Sehenswürdigkeiten die Stadt Idar-Oberstein und deren Umgebung zu bieten hat erfahren Sie hier unter

- Unsere Stadtgeschichte -

1075

Der erste Ritter von ( Ober- ) Stein wird erwähnt.

1197

Erste urkundliche Erwähnung der von Familie Stein  gebauten Burg Bosselstein.

13. Jahrhundert

Durch Einheirat der Familie Daun entseht die Dynastie Daun-Oberstein.

um 1320

Bau von Schloss Oberstein durch Familie Daun-Oberstein.

1375

Erste urkundliche Erwähnung des Abbaus von Achaten und anderen Edelsteinen in der Region. 

1454

Dokumente belegen den Abbau in den Edelsteinminen im Steinkaulenberg.

1482 – 1484

Wirich VI. von Daun-Oberstein ( 1432 - 1501) baut die Felsenkriche, heute das Wahrzeichen von Idar-Oberstein.  

1497

Die Herren von Oberstein erlassen eine Verordnung, die die Ausfuhr von Rohsteinen aus der Herrschaft Oberstein untersagte, die Abgabe jedes dritten Zentners an die Herrn von Oberstein verlangte und bei Zuwiderhandlungen die Todesstrafe androhte. Dieses Ereignis gilt als die Geburtsstunde der heute weltberühmten Idar-Obersteiner Edelstein- und Schmuckindustrie. 

1520

Erste Berichte über die Verarbeitung der Steine vor Ort. Als Besitzer der ersten Idar-Obersteiner Achatschleiferei gilt Wirich von Daun.

1609

Erlass einer herrschaftlichen Zunftordnung für die Achatschleifer.  

1669

Durch weibliche Erbfolge fällt die Herrschaft Oberstein an die Grafen von Leiningen-Heidesheim. 

Ende 17. Jahrhundert

In der Region wird die Technik des Achatbohrens bekannt und auch ein Goldschmied wird erstmals erwähnt. 

1718

Erlass einer herrschaftlichen Zunftordnung für die Achatbohrer.

1745

Erlass einer herrschaftlichen Zunftordnung für die Goldschmiede. 

nach 1766

Durch das Aussterben der Grafen von Leinigen-Heidesheim kommt es zu Streitigkeiten um die Rechtsnachfolge im Besitz der Herrschaft Oberstein. Nach teilweise heftigen Auseinandersetzungen verteilt sich das heutige Stadtgebiet auf nicht weniger als vier Länder.

1791 – 1793

Die französische Revolutionsarmee besetzt das gesamte linke Rheinufer.

1815

Nach der Niederwerfung Napoleons kommt das Gebiet zu Preußen, Oberstein wird Sitz einer preußischen Landratur (Landratsamt).  

1817

Durch eine kuriose Entscheidung des Wiener Kongresses fällt das Gebiet Birkenfeld an den Herzog von Oldenburg; Oberstein wird Sitz eines oldenburgischen Amtes.

1827

Auswanderer aus dem hiesigen Raum stossen in Südbrasilien auf die dortigen Achatvorkommen.  

1834

Die erste Sendung überseeischer Achate gelangte nach Idar.

1865

Oberstein und Idar erhalten von Oldenburg formell das Stadtrecht. 

1916

Erste Truppeneinquartierungen in Idar-Oberstein.

01.10.1933

Die Städte Oberstein, Idar und die Gemeinden Tiefenstein und Algenrodt werden zur Stadt Idar-Oberstein vereinigt.  

1937

Durch das Groß-Hamburg-Gesetz wird der oldenburgische Landteil Birkenfeld sowie die preußischen Restkreise St. Wendel und Baumholder als hiesiger Landkreis dem Land Preußen angeschlossen. 

1938

Idar-Oberstein wird Garnisonstadt.  

1956

Stationierung der Deutschen Artillerieschule in Idar-Oberstein. 

1969

Im Zuge der Verwaltungsreform in Rheinland-Pfalz werden 9 Umlandgemeinden an Idar-Oberstein angeschlossen. 

29.03.1974

Eröffnung der Diamant- und Edelsteinbörse im Börsenhochhaus. 

Juli 1980 - September 1986

Errichtung der Naheüberbauung

04.10.1985

Eröffnung der 1. Internationalen Fachmesse für Edelsteine und Edelsteinschmuck - Intergem.  

24.09.1986

Einweihung und Verkehrsfreigabe der Naheüberbauung.

12.06.1988

Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde zwischen der Artillerieschule und der Stadt Idar-Oberstein.  

15.09.1988

Einweihung der Fußgängerzone Oberstein. 

20.02.1990

Baubeginn für den Altenbergtunnel. 

17.07.1992

Verkehrsübergabe Altenbergtunnel.

17.11.1995

Einweihung der Fußgängerzone Idar.

13.02.1997

Freigabe des US Depots Nahbollenbach durch die US-Army. Das Gelände wird im Rahmen eines Konversionsprojekts zum Gewerbepark Nahetal umgenutzt.

Februar - November 1999

Umbau der Turn- und Festhalle zum Stadttheater Idar-Oberstein.

10.12.1999

Eröffnung des neuen Stadttheaters.

09.05.2001

Unterzeichnung des Städtebaulichen Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland, dem Land Rheinland-Pfalz und der Stadt Idar-Oberstein zur Entwicklung des Gewerbeparks Nahetal.

29.05.2001

Spatenstich für die 1. Ansiedlung im Gewerbepark Nahetal, Torpedo-Garage.

14.12.2001

Offizieller Spatenstich für die Erschließung des Gewerbeparks Nahetal



- Stadtwappen -

Die Stadt Idar-Oberstein entstand am 01.10.1933 durch die Zusammenlegung der selbständigen Gemeinden Oberstein, Idar mit Tiefenstein und Algenrodt. Zu diesem Zeitpunkt führten die Städte Oberstein und Idar bereits eigene Wappen, aus denen dann das Wappen der neuen Stadt entwickelt wurde. 

(Bitte beachten: Die Beschreibung von Wappen erfolgt stets aus Sicht des Schildhalters, für den Betrachter also seitenverkehrt.)

Das Obersteiner Wappen ist nachweisbar seit 1618. Es war ein barocker Wappenschild in Gold mit aufgesetztem Ritterhelm, im Mittelgrund stand ein grüner Baum und darüber eine rote Eichel. Die rechte Seite zeigte einen roten Doppelhaken mit Querbalken, die linke einen roten Ring. 
Die Stadt Oberstein führte dieses Wappen aufgrund einer Verfügung des Großherzoglichen Staatsministeriums in Oldenburg vom 30.08.1906.

Das Wappen der Stadt Idar war ein frühgotischer Schild in Silber mit senkrecht stehendem roten Doppelhaken, dessen obere Spitze sich nach rechts neigte. Rechts und links neben dem Haken befand sich je eine sechsblättrige rote Rose mit goldenem Kelch. Der Schild wurde durch eine Mauerkrone mit geschlossenem Tor bekrönt. Die Mauersteine waren grau, das Tor holzfarben. 
Die Stadt Idar führte dieses Wappen aufgrund einer Verfügung des oldenburgischen Ministeriums des Innern vom 13.02.1923.

Nach der Gründung der Stadt Idar-Oberstein im Jahre 1933 wurden auch die bisher geführten Wappen zu einem gemeinsamen vereinigt. Aus dem Obersteiner Wappen wurden der Doppelhaken mit Querbalken und die Eichel übernommen. Aus dem Idarer Wappen stammen der silberne Grund und die sechsblättrige Rose. Die amtliche Beschreibung lautet:"Im halbrunden silbernen Schild befindet sich ein aufgerichteter roter Forsthaken, begleitet im rechten Obereck von einer sechsblättrigen roten Rose mit goldenem Kelch und grünen Kelchblättern, links unten von einer roten Eichel."Dieses im Einvernehmen mit dem Landesarchiv in Oldenburg für die Stadt Idar-Oberstein entworfene Wappen wurde am 10.07.1934 vom damaligen oldenburgischen Staatsministerium des Innern genehmigt und wird seither im Dienstsiegel der Stadt geführt. 

- Partnerschaften -

Les Mureaux (Frankreich) - seit 1971

Die im Seine-Tal, 39 km westlich von Paris liegende Stadt Les Mureaux ist ein bedeutendes Zentrum der Raumfahrt- und Automobilindustrie. Die Städtepartnerschaft mit Idar-Oberstein besteht seit 1971. Jahrelang belebten gegenseitige Besuche großer kommunaler, wirtschaftlicher und schulischer Delegationen, sowie ein reger Austausch zwischen Sport- und Kulturvereinen die Partnerschaft. Daraus entstanden viele persönliche Freundschaften, die ganz wesentlich zur Völkerverständigung zwischen Frankreich und Deutschland beigetragen haben. Seit einigen Jahren stehen bei den Partnerschaftsprojekten immer mehr Schülerinnen und Schüler mit vorher festgelegten Projekten im Mittelpunkt. Gerade für Jugendliche ist es von zentraler Bedeutung internationale Kontakte und Freundschaften aufzubauen um das Ideal eines geeinten Europas mit Leben zu füllen.

Margate (England) - seit 1981

Die freundschaftlichen Beziehungen unserer französischen Partnerstadt Les Mureaux zur englischen Stadt Margate in der Grafschaft Kent wurden auch auf Idar-Oberstein ausgedehnt und im Jahr 1981 eine offizielle „Dreierpartnerschaft“ beschlossen. In den ersten Jahren fand ein regelmäßiger Austausch zwischen allen drei Partnerstädten statt, der sich neben der Vereinsebene mit deren kulturellen und sportlichen Ausrichtung auch auf den schulischen Bereich ausdehnte. Mit den daraus resultierenden persönlichen Freundschaften ist es allen Beteiligten gelungen, den Grundgedanken der Partnerschaft aktiv in der Bürgerschaft zu manifestieren. Nach dem Jahr 2000 gab es nur noch wenige Kontakte mit Margate.

Achicourt (Frankreich) - seit 1966

Über die Verbindung der Sportvereine entstand die Partnerschaft des Stadtteils Kirchenbollenbach mit der französischen Stadt Achicourt, die im Jahr 1966 für den kommunalen Bereich offiziell ratifiziert wurde. Für die Organisation der gegenseitigen Besuche wurde die Vereinigung Kirchenbollenbach-Achicourt e.V. gegründet, die heute noch sehr engagiert arbeitet. Mit dem Anschluss der Gemeinde Kirchenbollenbach an die Stadt Idar-Oberstein im Jahre 1969 ging die Städtepartnerschaft auf die Stadt über. Organisiert werden die jährlichen Partnerschaftstreffen, die seit mehr als 50 Jahren, abwechselnd in Frankreich und Deutschland stattfinden, durch die Vereinigung Kirchenbollenbach-Achicourt.

Tunov (Tschechien) - seit 2006

Die Stadt Turnov liegt am Rande des landschaftlich reizvollen Böhmischen Paradieses. Seit dem 16. Jahrhundert ist dort die Kunst des Edelsteinschleifens dokumentiert und Turnov gilt heute noch als wichtiges Zentrum böhmischer Granate. Um das Jahr 1882 kamen die ersten Edelsteinschleifer aus der Region nach Idar-Oberstein und eröffneten der regionalen Edelsteinschleiferzunft mit neuen Verarbeitungstechniken interessante Perspektiven. Im Sommer 2004 wurden anlässlich einer Ausstellung von Arbeiten der Idar-Obersteiner Fachhochschule für Edelstein- und Schmuckdesign erste Gespräche über eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Edelsteine und deren Bearbeitung geführt. Nach erfolgreichen Ausstellungsprojekten und guten kommunalen Kontakten besteht seit Oktober 2006 eine offizielle Städtepartnerschaft mit Turnov. Einige Jahre nahmen Jugendliche an einem hochkarätigen Musikworkshop in Turnov teil, durch dieses Projekt wurde unter anderem die schulische Kooperation weiter ausgebaut.

Sosnowiec (Polen) - seit 2011

Die polnische Stadt Sosnowiec liegt zwischen Kattowitz und Krakau im oberschlesischen Industrierevier. Jahrelang war die Region geprägt von Bergwerken, Hütten und Maschinenbauwerken. Bereits Anfang der 90er Jahre begann Sosnowiec mit der Privatisierung von Unternehmen sowie der Entwicklung von Handel und internationaler Zusammenarbeit. Der Stadtverwaltung von Sosnowiec liegt der Aufbau von internationalen Städtepartnerschaften sehr am Herzen, denn durch den direkten Kontakt von Jugendlichen wie auch politischen Vertretern kommen sich die lokalen Gemeinschaften näher und es entstehe Netzwerke, die für alle Seiten Vorteile bringen können. Im Rahmen eines „Treffens junger Gymnasiasten“ in Les Mureaux wurde im Jahr 2005 der Kontakt zwischen Sosnowiec und Idar-Oberstein geknüpft, es wurde eine partnerschaftliche Vereinbarung geschlossen, die dann im Jahr 2011 in einer offiziellen Städtepartnerschaft mündete. Seitdem konnten zahlreiche Partnerschaftsprojekte überwiegend im Jugendbereich realisiert werden. Bei einigen Delegationsreisen wurden die Jugendlichen von einer kommunalen Delegation begleitet.

- Garnisonsstadt -

Als Militärstandort hat Idar-Oberstein eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Im 19. und 20. Jahrhundert waren abwechselnd deutsche und französische Truppen in der Stadt stationiert. Mit dem Einzug der Wehrmacht in die neu gebauten Kasernen, die Straßburg- und die Klotzbergkaserne, wurde Idar-Oberstein im Jahr 1938 endgültig Garnisonstadt. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurden französische Truppen in der Klotzberg- und amerikanische in der Straßburgkaserne stationiert.

1956 übernahm die Bundeswehr die Klotzbergkaserne und richtete dort die Deutsche Artillerieschule ein, die zentrale Ausbildungsstätte der Artillerietruppe des Heeres. Seit Ende der 1960er Jahre ist die Artillerieschule in der damals neu errichteten Rilchenbergkaserne untergebracht. Im Zuge der Struktur HEER2011 erfolgte die Umgliederung zum Ausbildungsbereich Streitkräftegemeinsame Taktische Feuerunterstützung/Indirektes Feuer, der dem Ausbildungszentrum in Munster unterstellt ist. Um die Tradition der Artillerieschule zu bewahren, wurde die Rilchenbergkaserne im Dezember 2014 offiziell in Artillerieschule umbenannt. Damit bleibt diese Einrichtung auch zukünftig mit dem Namen Idar-Oberstein verbunden.

Ebenfalls seit Ende 2014 ist das Artillerielehrbataillon 345, welches bis dahin in Kusel stationiert war, wieder nach Idar-Oberstein zurückgekehrt. Das zur 10. Panzerdivision gehörende Artillerielehrbataillon ist mit seinen sieben Batterien in der Klotzbergkaserne stationiert.

Die Bundeswehr stellt als Arbeitgeber und Auftraggeber für heimische Betriebe einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. Der Standort Idar-Oberstein ist für das gute Verhältnis zwischen Bundeswehrangehörigen und -dienststellen sowie Bevölkerung und Verwaltung bekannt. Seinen Ausdruck findet dieses partnerschaftliche Miteinander unter anderem in der Patenschaft, die 1988 zwischen der Stadt Idar-Oberstein und der Artillerieschule begründet wurde. 


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